Die neue Energieetikette 2011

Die Energieetikette – eine Erfolgsgeschichte

Wichtige Kriterien beim Kauf eines Haushaltsgrossgerätes sind niedrige Energie- und Wasserverbrauchswerte und natürlich gute Gebrauchseigenschaften. Genau darüber informiert bereits seit 1996 die europäische Energieetikette.

Der Verbraucher kann mit Hilfe der sichtbar angebrachten Etikette die ausgewiesenen Eigenschaften verschiedener Geräte gut miteinander vergleichen. Für Industrie und Handel stellt die Energieetikette ein wichtiges Marketinginstrument dar. Es hat die Entwicklung und den Absatz von energieeffizienten Haushaltgeräten stark gefördert.

Der technische Fortschritt hat aber mittlerweile dazu geführt, dass die meisten Geräte in den Topklassen «A», bzw. «A+» und «A++» bei Kühl-/Gefriergeräten angesiedelt sind. Die Etikette hat somit als Kaufentscheidungshilfe an Wert verloren. Die Notwendigkeit einer Revision und dabei die Anpassung an den technischen Fortschritt wurden offensichtlich.

Der politische Prozess dieser Revision ist in Europa bereits soweit fortgeschritten, dass eine freiwillige Kennzeichnung der definierten Produkte möglich ist. Im Juni 2010 trat die geänderte Rahmenrichtlinie 2010/30/EU zur Energieetikette in Kraft. Diese Richtlinie beschreibt die grundsätzlichen Prinzipien und Anforderungen. Gerätespezifische Vorschriften dazu wurden in Brüssel in Fachgremien erarbeitet, zunächst für die Haushaltskühl-/Gefriergeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler. Eine entsprechende Anpassung in der schweizerischen Energieverordnung EnV ist auf 2012 geplant.