CEO Peter Spirig im Gespräch

Herr Spirig, Ihre Zeit als V-ZUGler ist noch jung – können Sie trotzdem bereits auf einen besonders schönen Moment zurückblicken, den Sie mit uns teilen möchten? 

Auf jeden Fall, davon gab es schon zahlreiche. Denn es gibt nichts Schöneres als das Funkeln in den Augen unserer Kunden, wenn sie von unseren Geräten sprechen. Auch den Stolz für unsere Marke und den Erfolg unserer Qualitätsprodukte, welchen unsere Mitarbeitenden nach aussen tragen, finde ich sehr beeindruckend. 

Wie möchten Sie als CEO zum Erfolg der V-ZUG beitragen?

Meine Aufgabe besteht darin, ein Umfeld und eine Firmenkultur zu schaffen, die Innovationen zulassen und in denen sich das Potenzial der Mitarbeitenden entfalten kann. Ausserdem liegt es mir besonders am Herzen, mit den Kunden zu interagieren, mich mit dem Markt auseinanderzusetzen und genau hinzuhören. Dabei gilt es, die Balance zwischen internen und externen Themen zu halten und diese im richtigen Kontext auf einer gemeinsamen Plattform zusammenzubringen. 

Wo sollen Ihre Bestrebungen die V-ZUG in Zukunft hinführen?

Wir möchten uns in eine Zukunft entwickeln, in welcher unsere Dienstleistungen und Produkte bei unseren Kunden relevant und nicht mehr wegzudenken sind. Das heisst, wir gestalten das Leben unserer Kunden einfacher, angenehmer und genussvoller. Es muss unser Ziel sein, Produkte und digitale Lösungen zu etablieren, die es unseren Kunden einfach machen, unsere Geräte zu besitzen und zu nutzen. Wir sind die Nummer eins im Schweizer Markt und wollen in den von uns als relevant definierten internationalen Märkten Anteile gewinnen. Dazu gehört auch, dass wir unsere Position als nachhaltiges Unternehmen stärken.

Jedes Unternehmen will nachhaltig sein. Was tut V-ZUG konkret, um seinen Nachhaltigkeitsbestrebungen nachzukommen?

Das Thema Nachhaltigkeit ist bei uns fest in der Gesamtstrategie verankert. Nachhaltigkeit ist für uns kein Nebenschauplatz, sie durchdringt die gesamte Strategie der Firma und kommt überall zum Tragen: Sie ist ein integraler Teil der V-ZUG. Lassen Sie mich dies anhand von drei konkreten Bestrebungen herausheben: die kontinuierliche Reduktion der CO2-Emissionen, die Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden und die Transformation unseres Areals innerhalb des Tech Clusters Zug. Seit 2020 sind wir CO2-neutral – sprich, was wir nicht einsparen können, kompensieren wir. Einsparen können wir bald noch mehr: Der CO2-arme und weitgehend autonome Multi Energy Hub (MEH) wird uns künftig mit möglichst viel lokal erneuerbarer Energie aus Photovoltaik, Grundwasser und Seewasser versorgen. Die Zusammenarbeit im Tech Cluster Zug ist eine Investition mit grosser Bedeutung. Wir verpflichten uns im Verbund zu sozial verträglichem Wohnraum in Zug und tragen zu einem Ökosystem bei, das durch innovative Technologien und die Vernetzung von kreativen Systemen geprägt sein wird. Wir sind stolz, dazu einen Beitrag leisten zu können. Wir möchten auch unsere Mitarbeitenden fit für die Zukunft machen. Deshalb investieren wirin die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeitenden sowie in die Arbeitssicherheit. 

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Sie als Privatperson und als CEO eines Traditionsunternehmens?

Das, wofür unsere Firma steht, ist mir auch als Privatperson wichtig: Qualität und Langlebigkeit. Als CEO der V-ZUG bedeutet das für mich, dass wir unseren Ressourcenverbrauch minimieren müssen, die Langlebigkeit der Produkte hochhalten und auf die Rezyklierbarkeit unserer Materialien achten. Besonders die Langlebigkeit umfasst mehrere Ebenen. So muss ein Gerät natürlich möglichst lange einwandfrei funktionieren, aber es soll auch zeitlos sein und mehrere Jahre den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen. Ob bei der Entwicklung innovativer Produkte oder im privaten Alltag, jeder Einzelne kann mit einem bewussten Konsumverhalten seinen Beitrag leisten. Um diese Bestrebungen langfristig umzusetzen, ist aber auch eine weitere Dimension zu beachten: Wir müssen eine solide Rendite erzielen, die uns auch in Zukunft erlaubt, in Innovation und Nachhaltigkeit zu investieren. 

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und Mitarbeitenden birgt zahlreiche Herausforderungen. Welche Herausforderungen sehen Sie im Allgemeinen für unser Unternehmen?

Wir müssen fokussiert bleiben und unsere Kräfte bündeln. Das heisst, wir wählen unsere Ausrichtung mit Bedacht, Aufmerksamkeit und einem klaren Ziel. Dabei sollten wir uns nicht in Nebenschauplätzen verlieren, sondern uns mit einer einheitlichen und klaren Vision gemeinsam in die gleiche Richtung bewegen.

Für was stehen Sie persönlich und in Ihrer Funktion als CEO ein?

Ich bin offen, ehrlich und transparent. Das lebe ich vor und wünsche mir, dass wir eine solche Kultur innerhalb unseres Unternehmens etablieren. Dabei möchte ich Erfolge genauso feiern wie Fehlentwicklungen benennen und diese lösungsorientiert aus der Welt schaffen – für eine nachhaltig erfolgreiche Marke V-ZUG. 

Über Peter Spirig

Peter Spirig ist Bauingenieur ETH und hat am INSEAD in Fontainebleau einen MBA erworben. Seit September 2020 leitet er als CEO die V-ZUG Gruppe. Vor seiner Tätigkeit bei der V-ZUG hat er als Mitglied der Konzernleitung der Arbonia AG die Division Türen (Hauptmärkte Deutschland, Schweiz, Ostmitteleuropa) geleitet. Von 2009 bis 2016 war Peter Spirig für die Asien-Aktivitäten der Franke Gruppe verantwortlich und davor unter anderem 7 Jahre für LafargeHolcim in Asien tätig.