Gesunde und engagierte Mitarbeitende - Nachhaltigkeitsbericht 2021

Einführung Gesunde und engagierte Mitarbeitende

Unsere Mitarbeitenden sind die treibende Kraft hinter der langjährigen Erfolgsgeschichte von V-ZUG. Mit ihrem Fokus auf Qualität und Zuverlässigkeit verwirklichen unsere rund 2200 Angestellten die Vision und Mission von V-ZUG. Wir sind stolz auf sie und unterstützen sie dabei, ihr volles Potential zu entfalten. 

Gemeinsam für eine zukunftsorientierte V-ZUG
2021 lancierten wir das neue Leitbild mit Vision, Mission und Grundwerten der V-ZUG, aus welchem sich sämtliche Grundsätze für unsere Geschäftstätigkeit ableiten. Wir binden unsere Mitarbeitenden aktiv bei strategischen Entwicklungen und deren operativer Umsetzung mit ein und führen regelmässig Mitarbeitendenbefragungen durch. Wir schaffen ein nachhaltiges Arbeitsumfeld und eine inspirierende Führungskultur, die das Feedback der Mitarbeitenden wertschätzt und ihr Wohlbefinden fördert.

Vielfalt und Fairness als Maximen
Die Mitarbeitenden der V-ZUG bringen eine bereichernde Vielfalt an Lebenserfahrungen, Kompetenzen und kulturellen Gepflogenheiten ins Unternehmen ein. Unser Verhaltenskodex hält uns an, allen Menschen mit Respekt und Toleranz zu begegnen. Wir akzeptieren keinerlei Diskriminierung und sind überzeugt: Diversität und Inklusion machen unser Unternehmen stark und attraktiv. V-ZUG zahlt als faire Arbeitgeberin gleiche Löhne für gleiche Arbeit.

Lebenslanges Lernen 
Unsere Mitarbeitenden tragen mit ihrer Expertise grundlegend zum Erfolg der V-ZUG bei. Wir investieren in die Arbeitsmarktfähigkeit unserer Mitarbeitenden und ermöglichen ihnen, sich zukunftsorientierte Kompetenzen anzueignen. Unsere Weiterbildungsstrategie wie auch die Nachfolgeplanung fussen auf einer individuellen kompetenz- und leistungsbasierten Evaluation, der das interne Kompetenzmodell zugrunde liegt. Mit der V-ZUGacademy bieten wir interne Kurse, Trainee- und Talentförderprogramme sowie Kader- und Führungsausbildungen an. Als dynamischer Lehrbetrieb bilden wir ausserdem selbst junge Lernende aus: 2021 waren es 82.

Gesundheit geht vor
Als verantwortungsvolles Unternehmen haben wir ein zertifiziertes Gesundheits- und Arbeitssicherheitsmanagement und arbeiten im Falle schwerwiegender Missstände mit externen Beratungsstellen zusammen. Mit regelmässigen Kampagnen machen wir auf Themen der Arbeitssicherheit und Gesundheit aufmerksam. Die 2020 etablierte interne Covid-19-Taskforce engagierte sich auch im Berichtsjahr und informierte laufend über die Situation und die ergriffenen Massnahmen.

Ziele Gesunde und engagierte Mitarbeitende

Kennzahlen Gesunde und engagierte Mitarbeitende

Teilzeit: Ein beliebtes Arbeitsmodell
85 % der Mitarbeitenden von V-ZUG arbeiten Vollzeit. Die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten hat sich kaum verändert. Teilzeit ist weiterhin ein Thema im Bewerbungsprozess, und auch intern erhalten wir regelmässig Anfragen. Solchen Wünschen – die je nach Lebensumständen und -phasen ändern – kommt V-ZUG bestmöglich nach.

 

Abb. 9: Mitarbeitende nach Pensum 

Erneut mehr Frauen in obersten Führungsstufen
Der Frauenanteil in den obersten Führungsstufen von V-ZUG ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Prozentangaben beziehen sich auf den gesamten Frauenanteil in Verwaltungsrat (VR), Geschäftsleitung (GL) und Kader 1. Die Geschäftsleitung setzt sich seit August 2021 in Folge einer Neubesetzung für das Marketing aus zwei Frauen und sechs Männern zusammen. Die VR-Zahlen beziehen sich auf die V-ZUG Holding AG (Stand Juni 2020). Im Jahr 2022 werden die Kaderstufen global neu definiert und im Nachhaltigkeitsbericht 2022 ausgewiesen.

 

Abb. 10: Frauen in Führungsfunktionen 

Fluktuationsrate leicht gestiegen
2021 begrüssten wir bei V-ZUG 258 neue Mitarbeitende. In derselben Periode verliessen 218 Personen unser Unternehmen. Dies entspricht einer Fluktuationsrate (exklusiv Pensionierungen und Lernende) von 12.5 % und einer Zunahme von 1.3 Prozentpunkten gegenüber 2020. Befristete Arbeitsverhältnisse, die 2021 aufgelöst wurden, wirkten sich auf die Fluktuationsrate aus.

 

Abb. 11: Fluktuationsrate

Hauptursache für Ausfallstunden sind Krankheiten
Mit 82 % sind Krankheiten die häufigste Ursache von Abwesenheiten. Die Ausfallstunden-Quote 2021 beträgt 3,8 % und ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte gestiegen. Die Zunahme von Berufsunfällen mit langwierigem Heilungsprozess, verursacht durch Verletzungen an sensiblen Körperteilen (z.B. Hand- und Fussgelenke), sind der Grund dafür. 10% der Ausfallstunden wurden 2021 durch Freizeitunfälle verursacht (2020: 11 %). Vor der Pandemie lag der Anteil bei rund 15 %. Diese Entwicklung erklären wir uns mit den Einschränkungen sportlicher Aktivitäten während des pandemiebedingten Lockdowns.

 

Abb. 12: Ausfallquote nach Ursache

Auch Bagatellunfälle verursachen Ausfallstunden
Im Berichtsjahr ereigneten sich bei V-ZUG 89 Berufsunfälle. Diese generierten rund 9500 Ausfallstunden und machten damit 0.27% der Soll-Stunden aus (2020: 0.20%). Rund die Hälfte waren Bagatellunfälle mit einer Ausfallzeit von unter drei Tagen (z.B. Schnittwunden, Stolpern). Arbeitssicherheit bleibt einer unserer Schwerpunkte. Wir setzen Massnahmen gezielt um und schulen unsere Führungskräfte sowie die Mitarbeitenden, damit sie auf Gefahren am Arbeitsplatz sensibilisiert werden und ihre Verantwortung besser wahrnehmen können.

 

Abb. 13: Ausfallstundenquote aufgrund von Berufsunfällen

Stories Gesunde und engagierte Mitarbeitende

Unsere Werte zum Leben erwecken
Als traditionsreiches Unternehmen mit einer starken Marke haben wir tiefwurzelnde Werte und erfüllen unser oberstes Ziel – das Qualitätsversprechen gegenüber den Kundinnen und Kunden – seit jeher mit erstklassigen Produkten und Services. Mit dem Börsengang und der laufenden Transformation unserer Firma war es an der Zeit, die Vision, Mission und Grundwerte der V-ZUG expliziter zu formulieren. Doch was bedeutet dieses Leitbild im Geschäftsalltag unserer Mitarbeitenden?

«Unsere Strategie und Werte sind keine Lippenbekenntnisse – sie sollen von uns allen zum Leben erweckt werden», sagt Christian Roth, Leiter Personalwicklung bei V-ZUG. Um das Leitbild in der Praxis erlebbar zu machen, setzen wir auf eine kaskadierte und partizipative Umsetzung auf allen Stufen. Zur breiten Bekanntmachung des Leitbilds, das wir im Frühjahr 2021 verabschiedeten, haben wir «Ambassadoren» trainiert, die zusammen mit den Abteilungsleitenden «Townhalls» mit ihren Teams durchführten. «Die Mitarbeitenden haben es sehr geschätzt, dass sie bei den Überlegungen zur gemeinsamen Kultur und Vision von der Geschäftsleitung aktiv involviert wurden», hält Roth begeistert fest.

Ab Sommer führten die zuvor geschulten Führungskräfte mit ihren Teams Workshops zur Umsetzung des Leitbilds durch. «Sie sollten sich fragen: Wie tragen wir zur Mission bei? Wie inspiriert unser Bereich die Kundinnen und Kunden? Wie leben wir die Grundsätze der Zusammenarbeit? Und handeln wir nachhaltig?», erzählt Roth. Die Resultate finden nun Eingang in unsere Strukturen der Zusammenarbeit, etwa bei den Leitfäden der Mitarbeitergespräche oder der Einführung neuer Teammitglieder. «Der enge und sinnstiftende Austausch hat die Beziehung der Führungskräfte zu den Mitarbeitenden spürbar gestärkt», resümiert Roth erfreut.



«Als Ambassadorin war es inspirierend zu sehen, wie die Mitarbeitenden ihre Tätigkeit in die Vision und Mission einbetteten – viele sind in den Workshops aufgeblüht! Ein Mitglied unseres Maintenance-Teams hielt beispielsweise fest, die laufende Wartung der Anlagen trage zur energie- und kosteneffizienten und damit nachhaltigeren Produktion bei. Das Zugehörigkeitsgefühl wurde gefestigt»

Carina Heuberger, Koordinatorin Lean Management und strategische Projekte

 

Am Puls unserer Mitarbeitenden 
Wie steht es um die Arbeitszufriedenheit unserer Mitarbeitenden? Schätzen sie die Führungs- und Zusammenarbeitskultur der V-ZUG? Und wie gut informieren wir sie über die Möglichkeiten zur persönlichen Berufsentwicklung? 

Diese und weitere Fragen waren Gegenstand der im Berichtsjahr durchgeführten Mitarbeitendenbefragung. «Um den unternehmensweiten Puls zu fühlen, führten wir die Umfrage mit über 70 Fragen erstmals für die gesamte V-ZUG Gruppe durch», sagt Christian Roth, Leiter Personalentwicklung, der zusammen mit Fabian Britschgi, Leiter Gesundheitsmanagement, die Befragung verantwortete.

Gemessen an der Kennzahl, welche die Arbeitszufriedenheit, das Commitment und das Engagement der Mitarbeitenden zusammenfasst, konnte die V-ZUG im Vergleich zur letzten Befragung Fortschritte erzielen. «V-ZUG wird als sichere Arbeitgeberin wahrgenommen, mit der wir uns identifizieren und stolz darauf sind, für sie tätig zu sein», fasst Britschgi zusammen. 

«Selbstverständlich wollen wir künftig noch bessere Umfragewerte erreichen», sagt Roth. Die Geschäftsleitung entschied, für die Themenfelder Leadership, kollaborative Zusammenarbeit, Personalentwicklung und Lohn gruppenweite Massnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus wurden die Abteilungsleitenden beauftragt, mit ihren Teams eigene Handlungsfelder zu definieren. «Das Tolle ist, dass die Rückmeldungen der Mitarbeitenden direkt in strategische Entwicklungen einfliessen, etwa bei der aktuellen Formulierung unserer Führungsprinzipien», mein Roth weiter.

Britschgi hat einen weiteren Grund zur Freude: «2021 wurden wir für den umfassenden Methodik-Ansatz unserer Mitarbeitendenbefragung mit dem Qualitätslabel «Employeers We Trust» ausgezeichnet.» 

Achtung Stolpergefahr!
Ein Augenblick der Unaufmerksamkeit, der hastige Gang zum nächsten Termin oder ein Kabel, das zum Verhängnis wird – und schon stolpert man. Oft geht ein Sturz glimpflich aus, im schlimmsten Fall folgt ein Spitalaufenthalt oder ein längerer Arbeitsausfall. Die meisten kennen solche Stolper- und Sturzunfälle. Gemäss Statistiken der Schweizer Unfallversicherung SUVA sind sie die häufigste Unfallursache und führen zu jährlichen Kosten von rund CHF 1,4 Milliarden. Jeder vierte Berufsunfall ist ein Sturzunfall, wobei sich diese besonders häufig im Winter oder beim Treppensteigen ereignen. 

Diese Zahlen widerspiegeln sich auch in den Erhebungen der Arbeitsunfälle bei V-ZUG. So entschied Cemal Yilmaz, Leiter Qualitätsmanagement und Verantwortlicher für den Bereich Arbeitssicherheit, eine Kampagne gegen Stolperunfälle zu lancieren. Ab Dezember des Berichtsjahrs machten Plakate, Flyer und ein E-Learning auf die mannigfaltigen Stolper- und Sturzrisiken aufmerksam, und wie wir diesen mit unserem eigenen Verhalten sowie einfachen Vorsichtsmassnahmen vorbeugen können. Zudem wurden bei sämtlichen Treppen in den V-ZUG Gebäuden Gebotszeichen angebracht, die daran erinnern, den Handlauf zu benutzen. 

Obschon sich die Wirkung der Präventionskampagne erst mit der Zeit zeigen wird, freute sich Cemal Yilmaz schon früh über den positiven Anklang der Kampagne. Über 235 Mitarbeitende absolvierten das E-Learning und nahmen am Gewinnspiel teil. Einzelne Abteilungen haben ihre Infrastruktur betreffend Sicherheit bereits verbessert. Wir erwarten, dass sich die Verhaltensänderungen auch im privaten Umfeld positiv auswirken: «Meine Tochter macht es mir nach und benutzt beim Treppensteigen ebenso den Handlauf», so Yilmaz.

Beitrag zu SDG 8 
Über die Art und Weise, wie wir das Arbeitsumfeld und die Arbeitsverhältnisse ausgestalten und wo wir Arbeitsplätze schaffen, beeinflussen wir SDG 8. Wir orientieren uns an hohen Standards im Personalmanagement und investieren in sichere und attraktive Arbeitsplätze sowie die Kompetenzen und die Arbeitsmarktfähigkeit aller Mitarbeitenden. Damit wollen wir interessante Perspektiven für die Mitarbeitenden schaffen und insbesondere auch jungen Menschen hervorragende Lehrausbildungen und spannende Entwicklungspfade bieten. Wir fördern Diversität und Chancengleichheit, integrieren Menschen mit Beeinträchtigungen und leisten gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit.

 

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