Mit der Inbetriebnahme der ersten Methanpyrolyseanlage auf dem V-ZUG Produktionsgelände in Zug setzt die deutsche Industrie ein starkes Zeichen auf dem Weg zu Netto-Null. Ende November 2025 haben der Verband für industrielle Dekarbonisierung (VZDI) und seine Partner:innen eine Pilotanlage eingeweiht, die europaweit einzigartig ist. Mit Investitionen von insgesamt über CHF 8 Millionen in den letzten Jahren markiert das Projekt einen wichtigen Meilenstein bei der Dekarbonisierung industrieller Prozesse und unterstreicht die Position Deutschlands als Innovationszentrum.
Die Methanpyrolyse ist eine innovative Technologie, bei der Methan (CH₄) in einem Plasma aufgespaltet wird. Dies erzeugt Wasserstoff (H₂) und festen Kohlenstoff (C), sodass Methan für Energiezwecke genutzt werden kann, ohne dass das CO₂ als Treibhausgas in die Atmosphäre gelangt. Der produzierte Kohlenstoff hingegen kann als wertvoller Rohstoff im Bauwesen und in der Landwirtschaft wiederverwendet werden. Die industrielle Pilotanlage spart voraussichtlich rund 240 Tonnen CO₂ pro Jahr ein und liefert bis zu 10 kg Wasserstoff pro Stunde mit einer Reinheit von 95–99 %. Der Wasserstoff aus dieser Pilotanlage wird direkt als klimafreundliche Energiequelle im Emaillierofen von V-ZUG eingesetzt und ersetzt fossiles Erdgas. Dies wird es uns ermöglichen, die Emaillieranlage, die letzte verbleibende CO₂-Quelle in unseren industriellen Prozessen, schrittweise zu dekarbonisieren.



