Gesellschaft - Nachhaltigkeitsbericht 2018/2019

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Einführung Gesellschaft

Seit der Gründung der Verzinkerei Zug 1913 ist die Geschichte der Stadt Zug eng mit der unsrigen verknüpft. In der über 100-jährigen Unternehmensgeschichte haben wir tragfähige Beziehungen zu unseren Nachbarn, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie den Behörden von Stadt und Kanton aufgebaut. Wir bringen uns zu den Themen Wasserverbrauch, Energieeffizienz oder gesunde Ernährung in lokalen sowie regionalen Initiativen und Vereinen ein und engagieren uns für kulturelle und gemeinnützige Organisationen am Standort Zug. So haben wir als Königspartner und mit 67 freiwilligen V-ZUG-Helfern die erfolgreiche Durchführung des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF) 2019 in Zug massgeblich unterstützt.

Der Technologiecluster Zug – ein Innovationsquartier
Mit der Lancierung des sogenannten Technologieclusters Zug (TCZ) modernisieren wir unseren Standort in Zug und wollen gleichzeitig zusätzliche Firmen, Start-ups und Institutionen ansiedeln. Auf acht Baufeldern entsteht ein vernetztes, qualitativ hochstehendes, urbanes Ökosystem mit Arbeitsplätzen in Innovation, Produktion und Ausbildung. Im Rahmen des TCZ haben wir uns ausserdem zum Ziel gesetzt, preisgünstigen, attraktiven und nachhaltigen Wohnraum für Mitarbeitende zu schaffen. 

Grundwerte leben
Dreh- und Angelpunkt unseres unternehmerischen und gesellschaftlichen Handelns bilden unsere Grundwerte, die seit Mitte 2016 im Verhaltenskodex der Metall Zug Gruppe festgehalten sind: nachhaltige und langfristige Wertschöpfung, Exzellenz sowie Integrität im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit. Der Kodex gilt für alle Mitarbeitenden, Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte. Diese Grundwerte und Prinzipien vertreten wir ebenso gegenüber unseren Lieferanten und tragen sie somit über unsere Organisation hinaus in Gesellschaft und Wirtschaft. Eine besondere Bedeutung wird diesen Prinzipen im Zeitalter der Digitalisierung zugeschrieben. Denn durch die zunehmende Vernetzungsfähigkeit unserer Haushaltsgeräte gelangen diese zunehmend an Daten über persönliche Verhaltensweisen unserer Kunden und Partner. Wir nehmen die damit verbundene Verantwortung im Bereich Datenschutz und -sicherheit sehr ernst. Seit Mai 2018 ist V-ZUG konform mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung und holt bei Kunden die Einwilligung zur Speicherung von Daten ab.

Grafik: Heinz Tännler, Regierungsrat Kanton Zug

Stories Gesellschaft

Kreativer Nordpol
Im März 2019 feierten die Zugerinnen und Zuger eine Eröffnung im Norden des V-ZUG Areals: Mit dem Projekt «Nordpol» ermöglicht V-ZUG die Zwischennutzung des leerstehenden Gebäudes an der Industriestrasse 61. Neben kulturellen und sozialen Projekten wie der Waldstock-Bar oder dem Verein mit Herz beheimatet «Nordpol» auch das FabLab Zug. Als die Initianten Luz Maria Molinari, Moritz Hassler, Rouven Küng und Michael Hobbins mit der Idee einer FabLab-Werkstatt an Lukas André, Head Marketing Technologiecluster Zug bei Metall Zug, herantraten, war dieser sofort davon angetan. Es handelt sich dabei um öffentliche, digitale Werkstätten, in denen der Konsument zum Produzenten wird und seine eigenen Ideen entwickeln, programmieren und mittels 3-D-Druckern oder Laser-Cuttern herstellen kann. «Wir fanden diese Projektidee spannend», kommentiert Julia Häcki, Project Leader Corporate Development, Metall Zug. «Sie passt ins Konzept des innovativen, nachhaltigen Ökosystems, das mit dem Technologiecluster Zug (TCZ) umgesetzt wird.» «Nordpol» ist zeitlich begrenzt und dauert voraussichtlich bis September 2019 mit Option auf Verlängerung. Anschliessend wird FabLab an einen neuen Standort umziehen. In der über 20 Jahre andauernden Umgestaltung des Areals wird es noch viele weitere Zwischennutzungsmöglichkeiten geben. «Nordpol» heisst das Projekt übrigens, weil sich das Gebäude ganz im Norden des TCZ befindet; mit Ausnahme des Tennisclubs handelt es sich sogar um das nördlichste Gebäude der Stadt Zug. Der TCZ wird das aufstrebende, wachsende Quartier «Zug Nord» weiter beleben. Mit dem Zwischennutzungsprojekt «Nordpol» wollen wir gemeinsam mit der Stadt in diese neue Ära aufbrechen.

80 Meter ab Boden: Projekt Pi
Wohnen und leben in Zug ist teuer. Im Rahmen unseres Grossprojektes «Technologiecluster Zug» (TCZ) haben wir uns deshalb zum Ziel gesetzt, preisgünstigen, attraktiven und nachhaltigen Wohnraum für Mitarbeitende zu schaffen. So entstand das Projekt «Pi», an dem V-ZUG beteiligt ist: Ein Holzhochhaus, dessen Konstruktion in der Schweiz bisher einmalig sein dürfte – nicht nur wegen seiner Rekordhöhe von 80 Metern. «Wir wollen nicht nur Wohnraum, sondern echten Lebensraum schaffen, der den sich über die Zeit ändernden Wohnbedürfnissen der heutigen Familien gerecht wird», sagt Beat Weiss, Geschäftsführer V-ZUG Immobilien AG. So werden die Familienwohnungen im Hochhaus mit vielfältigen zusätzlichen Angeboten wie Wohnateliers, Gästestudios oder weiteren zumietbaren Räumen bereichert. «Es ist beispielsweise denkbar, dass sich Bewohnende eine Werkstatt oder einen Musikraum teilen oder dass eine Pop-up-Galerie für Ausstellungen zur Verfügung steht», erläutert Beat Weiss weiter. Die sogenannte Piazza, Auftakt zu jeder der zehn vertikalen Nachbarschaften, hebt die strikte vertikale Trennung der Geschosse auf und schafft Raum für Begegnung: Die Bewohnenden nutzen ihre Piazza ganz nach ihren Bedürfnissen – etwa für kulturelle Veranstaltungen, Apéros oder eine Bibliothek, die zum Schmökern einlädt. Es ist uns ein zentrales Anliegen, Gesellschaft und Gemeinschaft zu ermöglichen und der Anonymität entgegenzuwirken. So soll z.B. zuoberst auf dem Gebäude zusätzlich ein Gemeinschaftsraum mit Dachgarten entstehen – mit Weitsicht über den Zugersee und die umliegenden Berge. 2024 sollen die ersten Mieter einziehen können. 

Königspartner am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF)
«Als bekannt wurde, dass mit dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest der grösste wiederkehrende Sportanlass der Schweiz vom 23. bis 25. August 2019 nach Zug kommt, war klar, dass wir als traditionelles und tief verwurzeltes Zuger Unternehmen diese Veranstaltung mittragen werden», meint Christian Bärlocher, Head Global Marketing, mit Begeisterung. Das «Eidgenössische» empfing mindestens 420000 Besucherinnen und Besucher. Damit war das ESAF 2019 eines der grössten Volksfeste der Schweiz. Entsprechend stolz sind die Zugerinnen und Zuger. «Ich war das erste Mal an einem Schwingfest und bin total begeistert von der friedlichen und weltoffenen Stimmung, die hier herrscht», schwärmte die 31-jährige Jacqueline Mangarelli aus Menzingen, eine der vielen Besucherinnen. Als Königspartner hatte V-ZUG einen starken Auftritt am nationalen Schwingfest: zum Beispiel mit der V-ZUG Arena, dem Public Viewing für 8000 Besucher. Oder mit der V-ZUG Wöschgang-Arena, die den Besuchern ermöglichte, gratis die Wasserflaschen aufzufüllen und an einem Wettbewerb teilzunehmen. Doch das war nicht der alleinige Hauptgrund für unser Engagement, sondern dass wir diese einmalige Gelegenheit nutzen wollten, um gemeinsam mit dem Kanton, der Stadt und der Bevölkerung ein dreitägiges Volksfest zu feiern, das von Tradition, Sportgeist und Fairness lebt – Werte, die wir teilen. «Natürlich haben wir die Veranstaltung auch genutzt, um unsere Kundenbeziehungen zu pflegen. Unsere Aussendienstmitarbeitenden hatten täglich die Möglichkeit, Kunden zum Schwingfest einzuladen», ergänzt Christian Bärlocher. Über 300 der begehrten Tickets hatten wir an unsere Mitarbeitenden verlost und weitere 160 über Social Media und die eigene Schwingfest-Microsite an Externe. Christian Bärlocher war nicht der einzige V-ZUG Mitarbeiter, den das ESAF-Fieber gepackt hatte. «Viele von uns hatten sich als freiwillige Helfer gemeldet und haben vor Ort dazu beigetragen, dass das ‹Eidgenössische› zum vollen Erfolg wurde», schlussfolgert der Marketingleiter fröhlich. 

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