Kennzahlen - Nachhaltigkeitsbericht 2017/2018

Wichtige Kennzahlen

Die in den vier Schwerpunktkapiteln beschriebenen Managementansätze umfassen die V-ZUG AG mit ihrem Hauptsitz am Standort Zug, die V-ZUG Kühltechnik AG mit Sitz in Arbon sowie die ausländischen Tochtergesellschaften, insbesondere die V-ZUG (Changzhou) Special Components Co. Ltd., westlich von Shanghai. Die Nachhaltigkeitskennzahlen beziehen sich, wenn nicht anders vermerkt, auf die Schweizer Produktionsstandorte in Zug und Arbon sowie jenen in Changzhou. Sie umfassen den Zeitraum von Juli 2015 bis Juni 2018 (drei Jahre). Für Arbon und Changzhou liegen allerdings erst Kennzahlen ab der Periode 2017/18 vor. So sind die Zahlen 2017/18 nicht direkt mit jenen der Vorjahresperioden vergleichbar. Dieser Bericht wurde in Anlehnung an die GRI Standards verfasst. 

*  Für die V-ZUG AG werden keine individuellen EBIT-Angaben veröffentlicht, weshalb an dieser Stelle die Kennzahl des gesamten Geschäftsbereichs Haushaltapparate aufgeführt ist.

**  Die Werte für 2016/2017 beziehen sich auf V-ZUG in der Schweiz, ohne V-ZUG Kühltechnik (Arbon) und Produktion von Halbfabrikaten in Changzhou (China) und sind deshalb nicht direkt mit den Angaben für 2017/2018 (inkl. Arbon und Changzhou) vergleichbar.

Kennzahlen Innovation

80% in der Energieeffizienzklasse A oder höher 
Rund vier von fünf im Berichtsjahr ver kauften Geräten entsprechen der europäischen Effizienz klasse  A oder übertreffen diese gar. Bei den von uns selbst produzierten Geräten liegt die Quote der Apparate mit dem Label A, A+, A++ oder A+++ gar bei 100%. Bei der Kategorie C handelt es sich um Dunstabzugshauben, deren Verbrauch zu anderen Haushaltapparaten relativ tief ist. Diese Werte sind insofern erfreulich, als dass es für jedes siebte verkaufte Gerät (16,6%) noch gar keine offiziellen europäischen Energieeffizienzklassifizierungen gibt. Dies betrifft insbesondere Kochfelder, Wärmeschubladen, Coffee-Center, Mikrowellengeräte und Dunstabzüge. Ausserdem ist nicht in jeder Apparatekategorie eine Klassifizierung höher als A (also A+ bis A+++) möglich. 

Grafik: Ausgelieferte Geräte nach Energieeffizienzklassen

Geschirrspüler sparsamer denn je 
Unsere Effizienzbestrebungen werden am Beispiel der Energie- und Wasserverbräuche der Adora-Geschirrspüler sichtbar: Im Vergleich zu vor 30 Jahren brauchen unsere Apparate 72,5% weniger Energie und 87% weniger Wasser. Als erste Herstellerin bauen wir seit 2014 eine hocheffiziente Wärmepumpe in den Adora-SL-WP-Geschirrspüler ein und reduzieren damit den Stromverbrauch gegenüber herkömmlichen Geschirrspülern um fast die Hälfte. 

Grafik: Enerige- und Wasserverbräuche der Adora-Geschirrspüler (1984 bis 2017) 

Kennzahlen Qualität und Umwelt

Weniger Störungen: Mehr zufriedene Kunden, weniger Kosten
Störungen bei Haushaltsgeräten sind für unsere Kunden lästig. Für uns haben sie überdies finanzielle Folgen: Reparaturen und Serviceleistungen, die wir in Garantie oder aus Kulanz durchführen, gehen in Form von Qualitätskosten zu unseren Lasten. Deshalb investieren wir kontinuierlich in optimierte Produkte sowie Fertigungs- und Logistikprozesse. Im Vergleich zu 2015/16 konnten wir die Anzahl der Störungen in der Berichtsperiode um 2% reduzieren, damit unsere Qualitätskosten senken und die Anzahl zufriedener Kunden steigern.

 

Grafik: Störungsrate (Schweiz), indexiert auf Stand 2015/16

Unser Service - konsequent hochstehend
Tritt trotzdem einmal eine Gerätestörung ein, möchten wir schnell vor Ort sein und das Problem möglichst beim ersten Besuch lösen. Für unseren Service und Support sind deshalb die Reaktionsgeschwindigkeit und erfolgreiche Reparatur beim ersten Besuch zentrale Kennzahlen. In den vergangenen drei Perioden konnten wir unsere durchschnittliche Reaktionszeit von der Meldung bis zur Reparatur um 7% senken. Die Ersterledigungsrate lag im selben Zeitraum bei gut 90%. Mit anderen Worten: In neun von zehn Fällen konnten wir das Problem auf der Stelle lösen.

 

Grafik: Durchschnittliche Reaktionszeit von der Meldung bis zur Reparatur in Tagen (Schweiz) 

Absoluter Energieverbrauch gestiegen
2017/18 lag der absolute Energieverbrauch innerhalb der Organisation bei 113,2 Terajoule (96,9 TJ ohne Arbon / Changzhou). Darin enthalten sind Elektrizität (40,6%), Erd- und Biogas (29%), Diesel (24,3%) und Benzin (0,04%) der eigenen Fahrzeugflotte (inkl. Lkw) sowie Heizöl (6%). Im Vergleich zur Vorperiode ist der Energieverbrauch um 11,4% gestiegen. Ohne Arbon / Changzhou resultiert ein Minus von rund 5% im Vergleich zur Periode 2016 /17. 

Grafik: Energieverbrauch innerhalb von V-ZUG nach Energiequellen in TJ

CO2-Emissionen ebenfalls höher
Unsere Geschäftstätigkeit hatte 2017/18 insgesamt 4781 Tonnen (3707 t ohne Arbon / Changzhou) energiebezogene CO2-Emissionen zur Folge. Sie setzen sich zusammen aus den Positionen Diesel (42,4%), Erdgas (34,4%) sowie Heizöl (10,4%) und Benzin (0,1%). Der Strom schlägt mit 12,7% zu Buche. Am Standort Zug verursacht der Strom, den wir seit 2014 zu 100% aus Schweizer Wasserkraft beziehen, keine Emissionen. Im Vergleich zur Vorperiode ist der CO2-Ausstoss damit um 22,7% gestiegen. Ohne Arbon / Changzhou resultiert ein Minus von 4,7% im Vergleich zur Periode 2016/17. 

Grafik: Standortbezogene direkte Emissionen (Scope 1; Strom, Erdgas, Heizöl EL) und direkte Emissionen ausserhalb des Standorts (Scope 2, Diesel) in Tonnen CO2

Kennzahlen Mitarbeitende

Die internationale V-ZUG Familie wächst
Im Berichtsjahr 17/18 waren 1777 Personen bei V-ZUG (Zug, Arbon und Changzhou) angestellt. Ein Grossteil (84%) unserer Mitarbeitenden arbeitet im Vollzeitpensum bei V-ZUG. In der Schweiz sind 18% der Mitarbeitenden unter 30 Jahre alt, 51% zwischen 30 und 50 Jahre und 31% über 50 Jahre alt. Bewusst schöpfen wir die volle Altersbandbreite zwischen 16 und 65 Jahren aus. V-ZUG beteiligt sich ausserdem aktiv an der Sensibilisierungskampagne «Alter hat Potenzial» des Kantons Zug.
 

Grafik: Mitarbeitende nach Arbeitsvertrag

Frauen noch deutlich untervertreten
Der Frauenanteil betrug in den letzten Jahren knapp 21%. Mit Schnupperlehren für Schülerinnen und Schüler, flexiblen Arbeitszeiten und Teilzeitstellen möchten wir die bei uns ausgeübten und gelehrten Berufe auch bei Frauen attraktiver machen. Mit 16% sind die Frauen auch in Kaderpositionen entsprechend untervertreten. Mit dem V-ZUG Women’s Network wollen wir die Frauen fördern und stärken. Die Lohngleichheit lassen wir extern überprüfen (zuletzt im 2016) und das Zertifikat nach L&MAba-24® bestätigt die diskriminierungsfreie Entlohnung unserer Mitarbeitenden.
 

Grafik: Anzahl Frauen und Männer

Mitarbeiterfluktuation auf tiefem Niveau
2017/18 begrüssten wir 167 neue Mitarbeitende bei V-ZUG, in derselben Periode verliessen 143 Personen unser Unternehmen. Dies entspricht einer Fluktuationsrate (ohne Pensionierungen) von 8,4%. Unter Berücksichtigung des erweiterten Berichtrahmens ist die Fluktuation im Vergleich zu 16/17 um 2% angestiegen.
 

Grafik: Mitarbeiterfluktuation auf tiefem Niveau 

Berufsunfälle und Ausfallquote leicht gesunken
Bei V-ZUG verzeichneten wir in der Berichtsperiode 98 Berufsunfälle. Rund 50% der Berufsunfälle gehören zur Kategorie der Bagatellunfälle, z.B. Prellungen, Schnittwunden, o.Ä. mit einer Ausfallzeit von unter drei Tagen. Dazu kommen 236 Freizeitunfälle. Die Ausfallquote, d. h. der Anteil der Ausfallstunden an allen geleisteten Arbeitsstunden, betrug im Berichtsjahr 0,18% (2016/2017: 0,24%). Bagatellunfälle kommen am häufigsten in der Produktion und im Service vor und sind grösstenteils auf Unachtsamkeit oder Stresssituationen zurückzuführen. Arbeitssicherheit ist und bleibt einer unserer Qualitätsschwerpunkte, denn Berufsunfälle verursachen nicht nur körperliches Leid, sondern auch Kosten. Wir setzen deshalb weiterhin auf gezielte Information und Schulungen zur Sensibilisierung unserer Mitarbeitenden und zur Stärkung ihrer Eigenverantwortung.

Grafik: Ausfallquote durch Berufsunfälle

Ausfallstunden leicht gestiegen
Die Ausfallstunden durch Berufs- bzw. Nichtberufsunfälle sowie Krankheit sind in der Schweiz (ohne V-ZUG Kühltechnik) mit +1,6% nur leicht angestiegen. Changzhou und V-ZUG Kühltechnik miteinbezogen waren im 2017/2018 gut 80% aller Abwesenheitsstunden auf Krankheitsfälle zurückzuführen. Während die krankheitsbedingten Ausfallstunden im Vergleich zum letzten Berichtsjahr angestiegen sind, sanken die Ausfallstunden durch Freizeitunfälle um weitere erfreuliche 24% – dies auch unter Berücksichtigung des erweiterten Berichtrahmens.
 

Grafik: Ausfallquote nach Ursache (BU: Berufsunfälle; NBU: Nichtberufsunfälle) 

Downloads