Kennzahlen - Nachhaltigkeitsbericht 2020

Wichtige Kennzahlen

Die Nachhaltigkeitskennzahlen beziehen sich auf die V-ZUG AG mit Hauptsitz in Zug, der V-ZUG Kühltechnik AG mit Sitz in Arbon sowie der ausländischen Tochtergesellschaft, V-ZUG (Changzhou) Special Components Co. Ltd., westlich von Schanghai. Die detaillierten Kennzahlen sind für den Zeitraum 2018 bis 2020 (drei Jahre) aufgeführt. Abweichungen sind gekennzeichnet und Kennzahlen, die sich unabhängig von der Organisationseinheit auf den Schweizer Markt beziehen, sind entsprechend benannt.

Kennzahlen Kreislauffähige Produkte und Service

Geräte von V-ZUG sind energieeffizient
Der Anteil ausgelieferter Geräte von V-ZUG, welche mit der europäischen Energieklasse A oder höher ausgeliefert werden, hat sich über die Jahre bei rund 97 % eingependelt. Mit der Einführung der neuen Geschirrspüler konnte 2020 der Anteil der A+++ Geräte markant gesteigert werden.

Zudem gibt es Gerätekategorien, welche keine Energieklassifizierung haben. Bei V-ZUG sind das die Kategorien Kochfelder, Wärmeschubladen und Mikrowellengeräte. Dieser Anteil beträgt konstant ca. 18 % der insgesamt ausgelieferten Geräte.

Grafik: Ausgelieferte Geräte mit Label nach Energieklassen 

Störungsursachen gehen wir auf den Grund
Die Störungsrate ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 13,8 % angestiegen. Im Vergleich zum Basisjahr 2015/2016 ist die Rate insgesamt um 11,5 % gesunken. Der Anstieg gegenüber 2019 ist auf Störungen bei verbauten Elektronikkomponenten sowie Problemen mit den Bottichen von Geschirrspülern zurückzuführen. Treten derartige Häufungen auf, gehen wir den Ursachen auf den Grund und leiten schnellstmöglich Massnahmen ein. Wir investieren kontinuierlich in die Qualität unserer Produkte und Herstellungsprozesse.

Grafik: Störungsrate Schweiz (indexiert auf den Stand 2015/2016)

Reaktionszeit angestiegen – Ersterledigungsrate gesteigert
Tritt eine Gerätestörung ein, möchten wir schnell vor Ort sein und das Problem möglichst beim ersten Besuch lösen. Für unseren Service und Support sind deshalb die Reaktionsgeschwindigkeit und die erfolgreiche Reparatur bei der ersten Sichtung zentrale Kennzahlen. 

Die Ersterledigungsrate hat sich weiterhin erfreulich entwickelt und erreichte 2020 einen neuen Höchstwert von 91.4 %; dies als das Resultat konsequenter Schulung und Optimierung der einzelnen Prozess-Schritte.

Seit 2018 ist die durchschnittliche Reaktionszeit gestiegen. Grund dafür war die SAP-Umstellung in den Jahren 2018 bis 2019. Die dabei teilweise entstandenen Systemprobleme konnten in der Zwischenzeit behoben und stabilisiert werden. 

Die Pandemie und die damit einhergehenden Massnahmen zum Schutz von Mitarbeitenden und Kunden waren insbesondere bei der Ausführung von Servicearbeiten anspruchsvoll. Aufgrund Schutzmassnahmen wir präventive Quarantäne oder dem Schutz besonders gefährdeter Personen fehlten immer wieder personelle Kapazitäten. Dies resultierte in Reaktionszeiten über dem langjährigen Schnitt. 

Erfreulicherweise waren die Resultate direkter Kundenzufriedenheitsbefragungen dennoch positiv. Demnach waren mehr als 95 % der Kunden entweder begeistert oder sehr zufrieden.

Grafik: Durchschnittliche Reaktionszeit in Tagen (Schweiz)

Grafik: Ersterledigungsrate in % (Schweiz)

Kennzahlen Mitarbeitende

Teilzeit: ein immer beliebteres Arbeitsmodell
85% der Mitarbeitenden arbeiten Vollzeit. Die Teilzeitquote ist im Jahr 2020 weiter angestiegen auf 15% (2019: 14%). Teilzeitarbeit ist oft ein Thema im Bewerbungsprozess und auch intern erhalten wir regelmässig Anfragen. Solchen Wünschen – die je nach Lebensumständen und -phasen ändern – kommt V-ZUG bestmöglich nach. Dies begünstigt auch einen gesunden Generationenmix: 18% unserer Mitarbeitenden sind unter 30 Jahre alt, 50% zwischen 30 und 50, und 32% über 50. Bewusst schöpfen wir die volle Bandbreite aus und investieren gezielt in die Aus- und Weiterbildung sowie die Arbeitsmarktfähigkeit der Mitarbeitenden.

Grafik: Mitarbeitende nach Pensum

Mehr Frauen in obersten Führungsstufen
Der Frauenanteil in den obersten Führungsstufen von V-ZUG ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Prozentangaben beziehen sich auf den gesamten Frauenanteil in Verwaltungsrat (VR), Geschäftsleitung (GL) und Kader 1. Damit liegt die V-ZUG über dem schweizweiten Durchschnitt (gemäss Schilling Report 2021, Topmanagement 18% Frauen).

Der Frauenanteil bei V-ZUG insgesamt (inkl. VR) lag in den letzten drei Jahren zwischen 20,5% und 22,0%. In den letzten zwei Jahren ist es uns gelungen, die Vertretung von Frauen in den Führungsstufen der Verteilung in der gesamten Belegschaft anzugleichen. Lag der Frauenanteil in Kaderpositionen – d. h. VR, GL sowie Fach-, Projekt-, und Führungskaderpositionen 1 bis 3 – im Jahr 2018 noch bei 17,1%, ist er bis Ende 2020 auf 20,3% gewachsen.

Nebst einem gesunden Geschlechtermix und ausgeglichener Verteilung über alle Stufen, ist es V-ZUG ein Anliegen, gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit zu leisten. Deshalb lassen wir die Lohngleichheit regelmässig extern prüfen. Das jeweils für vier Jahre gültige Zertifikat nach L&M-Aba-24® bestätigt die diskriminierungsfreie Entlöhnung der Mitarbeitenden. Die nächste Erneuerung ist im 2021 vorgesehen.

In Bezug auf die VR-Zahlen gilt es zu beachten, dass die V-ZUG Holding AG mit Eintragung vom 28. November 2019 im Handelsregister gegründet wurde. Die Vertretung der Geschlechter im Verwaltungsrat wird deshalb nur per Jahresende 2019 und 2020 abgebildet.

Grafik: Frauen in Führungsfunktionen

Fluktuationsrate leicht gesunken
2020 begrüssten wir bei V-ZUG 246 neue Mitarbeitende. In derselben Periode verliessen 194 Personen unser Unternehmen. Dies entspricht einer Fluktuationsrate (exklusiv Pensionierungen und Lernende) von 11,2% und einem Rückgang von 0,8% gegenüber 2019. Die nach wie vor leicht erhöhte Fluktuation im langfristigen Vergleich sehen wir im Zusammenhang mit dem laufenden Transformationsprozess. Dieser wirkt sich auf die Unternehmensorganisation, Prozessabläufe sowie Arbeitsgebiete und -inhalte aus.

Grafik: Fluktuationsrate

Berufsunfälle: eine seltene Ursache für Ausfälle
Im Berichtsjahr verzeichnet V-ZUG 75 Berufsunfälle. Sie generierten rund 7000 Ausfallstunden und machen damit – konstant im Vergleich zu 2019 – knapp 7% aller Ausfallstunden aus. Rund die Hälfte waren Bagatellunfälle (z. B. Prellungen, Schnittwunden o. Ä. mit einer Ausfallzeit von unter drei Tagen). Sie passieren am häufigsten in der Produktion und im Service – oftmals wegen Unachtsamkeit und Stress. Arbeitssicherheit bleibt deshalb einer unserer Qualitätsschwerpunkte. Wir setzen Massnahmen gezielt um und informieren und schulen unsere Mitarbeitenden, damit sie auf Gefahren am Arbeitsplatz sensibilisiert sind und ihre Eigenverantwortung besser wahrnehmen können.

Grafik: Ausfallstundenquote aufgrund von Berufsunfällen

Tiefere Ausfallquote dank weniger Freizeitunfällen
Die Ausfallstunden-Quote 2020 beträgt 3,5% und ist Vergleich zum Vorjahr um 0,2% gesunken. Dass die Zahl rückläufig ist, obwohl die Beschäftigung bei V-ZUG im gleichen Zeitraum gestiegen ist, liegt daran, dass die Ausfallstunden aufgrund von Nichtberufsunfällen ausserordentlich tief waren: 2020 machten Unfälle in der Freizeit 11% aus, 2018 und 2019 rund 15%. Die Entwicklung erklären wir uns mit der Einschränkung sportlicher Aktivitäten während der Covid-19-bedingten Lockdowns. Mit 83% sind Krankheiten die häufigste Ursache von Abwesenheiten. Ihr Anteil hat 2020 um 4,5% zugenommen. Der Anstieg relativiert sich jedoch, wenn wir berücksichtigen, dass die Beschäftigung bei V-ZUG gleichzeitig um rund 3% gestiegen ist.

Grafik: Ausfallquote nach Ursache

Kennzahlen Umwelt, Energie und Klima

Absoluter Energieverbrauch konstant
2020 lag der absolute Energieverbrauch von V-ZUG bei 113,2 Terajoule. Darin enthalten sind Elektrizität (43,1%), Erdgas (28,8%), Heizöl (6,3%) sowie Diesel (21,7%) und Benzin (0,03%) unserer Fahrzeugflotte. Im Vergleich zu 2019 hat sich der Energieverbrauch kaum verändert (- 0,3%). Dank weniger Servicefahrten, einer besseren Fahrzeugtechnik und optimierter Routenplanung ist der Treibstoffverbrauch gesunken. Hingegen verbrauchten wir 2019 und 2020 mehr Erdgas, weil wir zugunsten der Qualität in der Oberflächentechnik die Temperatur des Emaillierofens um 20°C erhöhen mussten.

Grafik: Energieverbrauch bei V-ZUG nach Energiequelle (in Terajoule)

Reduzierte CO2-Emissionen
Die ausgewiesenen direkten und indirekten CO2-Emissionen von V-ZUG beliefen sich 2020 auf rund 4500 Tonnen CO2. Grund für die Reduktion um 4,0% gegenüber 2019 ist, dass wir weniger Diesel verbrauchten, und V-ZUG Mitarbeitende aufgrund von Corona selten mit dem Flugzeug reisten. Damit sind die CO2-Emissionen auf dem Niveau von 2018, obwohl wir zugunsten der Qualität in der Oberflächentechnik die Temperatur des Emaillierofens um 20°C erhöhen mussten und dadurch der Erdgasverbrauch anstieg.

Grafik: CO2-Emissionen (in Tonnen CO2)
Standortbezogene, direkte Emissionen (Scope 1) durch den Verbrauch von Diesel, Erdgas, Heizöl und Benzin (minimaler Anteil), sowie indirekte Emissionen aufgrund von Strom (Scope 2) und Flugreisen (Scope 3).

Kennzahlen Gesellschaft und nachhaltiges Wachstum

Regelmässig auditiert V-ZUG ihre Lieferanten. Aufgrund verschärfter Zutrittsregelungen unseren Zulieferern sowie wegen Reiseeinschränkungen als Folge der Covid-19-Pandemie fanden im Jahr 2020 deutlich weniger Prüfungen statt.

Grafik: Anzahl Lieferantenaudits mit Sozial- und Umweltkriterien

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