Kennzahlen - Nachhaltigkeitsbericht 2018/2019

Wichtige Kennzahlen

Falls nicht weiter spezifiziert, umfassen die in den vier Schwerpunktkapiteln beschriebenen Managementansätze die V-ZUG AG mit ihrem Hauptsitz am Standort Zug, die V-ZUG Kühltechnik AG mit Sitz in Arbon sowie die ausländischen Tochtergesellschaften, insbesondere die V-ZUG (Changzhou) Special Components Co. Ltd., westlich von Schanghai. Die Nachhaltigkeitskennzahlen beziehen sich, wenn nicht anders vermerkt, auf die Schweizer Produktionsstandorte in Zug und Arbon sowie den Standort in Changzhou. Sie umfassen den Zeitraum von Juli 2016 bis Juni 2019 (drei Jahre). Kennzahlen, die sich unabhängig von der Organisationseinheit auf den Schweizer Markt beziehen, sind entsprechend benannt.

* Für die V-ZUG AG werden keine individuellen EBIT-Angaben veröffentlicht, weshalb an dieser Stelle die Kennzahl des gesamten Geschäftsbereichs Haushaltapparate aufgeführt ist.

**  Das Basisjahr wurde angepasst auf 2016 / 2017 aufgrund der Datenverfügbarkeit für den ganzen Berichtsumfang (V-ZUG AG, V-ZUG Kühltechnik AG, V-ZUG Changzhou Special Components Co.).

Kennzahlen Produkte und Services

Überwiegend Geräte mit Energieklassen A und höher
Rund 78 % unserer Geräte wurden 2018/2019 mit europäischer Effizienzklasse A oder höher ausgeliefert. Gegenüber der Vorperiode ist dies ein Rückgang von 2,5 %, der jedoch auf eine Neukategorisierung der Daten im Rahmen der SAP-Umstellung zurückgeht: Die in die USA ausgelieferten Geräte entsprechen zwar einer Effizienzklasse A oder höher, fallen jedoch seit dieser Berichtsperiode in die Gruppe «ohne Energieklasse». Ohne diese Umverteilung wäre der Anteil ausgelieferter Geräte mit Energieklasse A oder höher um 0,5 % angestiegen.
Dabei ist zu beachten, dass es für gewisse Produktkategorien keine offiziellen europäischen Energieeffizienzklassifizierungen gibt. Bei V-ZUG betrifft dies insbesondere Kochfelder, Wärmeschubladen und Mikrowellengeräte. Ausserdem ist nicht in jeder Apparatekategorie eine Klassifizierung höher als A (also A+ bis A+++) möglich. Bei der Kategorie C handelt es sich um Dunstabzugshauben, deren Verbrauch verglichen zu anderen Haushaltapparaten relativ tief ist. Bei den von uns selbst produzierten Geräten liegt die Quote der Apparate mit dem Label A, A+, A++ oder A+++ bei 100 %.

Grafik: Ausgelieferte Geräte nach Energieklassen

Störungen stark zurückgegangen

Störungen bei Haushaltsgeräten sind für unsere Kunden lästig. Für uns haben sie überdies finanzielle Folgen: Reparaturen und Serviceleistungen, die wir in Garantie oder aus Kulanz durchführen, gehen in Form von Qualitätskosten zu unseren Lasten. Deshalb investieren wir kontinuierlich in optimierte Produkte sowie Fertigungs- und Logistikprozesse. Im Vergleich zu 2015/2016 ist die Anzahl der bei uns verzeichneten Störungsfälle während der Berichtsperiode um 22 % zurückgegangen.

 

Grafik: Störungsrate Schweiz (indexiert auf Stand 2015/2016)

Reaktionszeit leicht angestiegen
Tritt eine Gerätestörung ein, möchten wir schnell vor Ort sein und das Problem möglichst beim ersten Besuch lösen. Für unseren Service und Support sind deshalb die Reaktionsgeschwindigkeit und die erfolgreiche Reparatur bei der ersten Sichtung zentrale Kennzahlen. In den letzten Jahren konnten wir unsere durchschnittliche Reaktionszeit stetig senken. In dieser Berichtsperiode ist uns dies aufgrund der SAP-Umstellung nicht gelungen. Die dabei teilweise entstandenen Systemprobleme konnten in der Zwischenzeit behoben und stabilisiert werden. Die Ersterledigungsrate lag auch in dieser Berichtsperiode wiederum bei gut 90 %, d. h. es gelingt uns in neun von zehn Störungen, die Fälle auf der Stelle zu lösen.

Grafik: Durchschnittliche Reaktionszeit in Tagen (Schweiz)

Kennzahlen Mitarbeitende

Teilzeit: ein wachsender Trend
Im Berichtsjahr 2018/2019 waren 1803 Personen bei V-ZUG angestellt (davon 72 Temporärmitarbeitende). 82% unserer Mitarbeitenden arbeiten Vollzeit. Der Anteil Teilzeitmitarbeitende stieg gegenüber der Berichtsperiode 2017/2018 um 1,2%p. Teilzeitarbeit ist ein Trend, der im Arbeitsmarkt stark zu spüren ist. Wir erhalten dementsprechend mehr interne Anfragen und Interessenbekundungen bei Bewerbungen. Rund 17% der festangestellten Mitarbeitenden sind unter 30 Jahre alt, 52% zwischen 30 und 50 Jahre und 32% über 50 Jahre alt. Bewusst schöpfen wir die volle Altersbandbreite zwischen 16 und 65  Jahren aus. V-ZUG beteiligt sich ausserdem aktiv an der Sensibilisierungskampagne «Alter hat Potenzial» des Kantons Zug.

Grafik: Mitarbeitende nach Pensum

Frauen nach wie vor untervertreten
Der Frauenanteil betrug in den letzten Jahren ca. 22 % und ist damit gegenüber 2017/2018 leicht angestiegen. Mit Schnupperlehren für Schülerinnen und Schüler, flexiblen Arbeitszeiten und -modellen (siehe Interview «Zu zweit nach vorne») oder Initiativen wie «parents@ work» und das V-ZUG Women’s Network gestalten wir eine chancengerechte Unternehmenskultur. So ist der Anteil Frauen auf Kaderstufe weiter gewachsen. Mit rund 18% sind Frauen jedoch nach wie vor auch auf Managementstufe untervertreten. Die Lohngleichheit lassen wir alle vier Jahre extern überprüfen (zuletzt 2016) und das jeweils auch vier Jahre gültige Zertifikat nach L&M-Aba-24® bestätigt die diskriminierungsfreie Entlohnung unserer Mitarbeitenden.

Grafik: Mitarbeitende nach Geschlecht und Hierarchiestufe

Mitarbeiterfluktuation steigt an
2018/2019 begrüssten wir 204 neue Mitarbeitende bei V-ZUG, in derselben Periode verliessen 159 Personen unser Unternehmen. Dies entspricht einer Fluktuationsrate (ohne Pensionierungen) von 9,5%. Die Fluktuation ist im Vergleich zu 2017/2018 um 0,8%p. angestiegen. Die freiwillige Fluktuation ist jedoch in den letzten Jahren konstant unter 5% geblieben. Der leichte Zunahmetrend der Gesamtfluktuation über die letzten Jahre sehen wir im Zusammenhang mit dem Transformationsprozess unserer Firma. Denn dieser wirkt sich aus auf Arbeitsprozesse und Organisation, aber auch auf Arbeitsgebiete und -inhalte.

Grafik: Fluktuationsrate

Berufsunfälle und Ausfallquote konstant tief
Bei V-ZUG verzeichneten wir in der Berichtsperiode 69 Berufsunfälle. Das ist ein Rückgang gegenüber der Vorperiode um ca. 30% aufgrund einer starken Abnahme der Bagatellunfälle (z.B. Prellungen, Schnittwunden o.Ä. mit einer Ausfallzeit von unter drei Tagen). Entsprechend hat der Anteil Bagatellunfälle an den Berufsunfällen abgenommen auf ca. 35%. Die Ausfallquote, d. h. der Anteil der Ausfallstunden infolge Berufsunfälle an allen geleisteten Arbeitsstunden, ist im Berichtsjahr um 0,08%p. gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Bagatellunfälle kommen am häufigsten in der Produktion und im Service vor und sind grösstenteils auf Unachtsamkeit oder Stresssituationen zurückzuführen. Arbeitssicherheit ist und bleibt einer unserer Qualitätsschwerpunkte, denn Berufsunfälle verursachen nicht nur körperliches Leid, sondern auch Kosten. Wir setzen deshalb weiterhin auf gezielte Information und Schulungen zur Sensibilisierung unserer Mitarbeitenden und zur Stärkung ihrer Eigenverantwortung.

Grafik: Anzahl Ausfallstunden durch Berufsunfälle

Ausfallstunden leicht zurückgegangen
Die Ausfallstunden durch Berufs-, Nichtberufsunfälle und Krankheit sind gegenüber der Vorperiode um 7,2% angestiegen. Rund 80% aller Abwesenheitsstunden sind auf Krankheitsfälle zurückzuführen. Am stärksten angestiegen sind die Ausfallstunden aufgrund von Nichtberufsunfällen (+19,0%). Die generelle Zunahme ist hauptsächlich auf zwei Gründe zurückzuführen: Erstens arbeiten mehr Mitarbeitende bei V-ZUG, was automatisch zu mehr Ausfallstunden im Total führt. Zweitens waren 2018 und 2019 zwei ausserordentlich anspruchsvolle und anstrengende Jahre für alle Mitarbeitenden, was zu mehr stressbedingten Krankheitsfällen führen kann.

Grafik: Ausfallquote nach Ursache (BU: Berufsunfälle, NBU: Nichtberufsunfälle)

Kennzahlen Energie und Klima

Absoluter Energieverbrauch gestiegen
2018 / 2019 lag der absolute Energieverbrauch innerhalb der Organisation bei 113,1 Terajoule. Darin enthalten sind Elektrizität (41,6 %), Erd- und Biogas (27,1 %), Diesel (23,4 %) und Benzin (0,03 %) der eigenen Fahrzeugflotte (inkl. Lkw) sowie Heizöl (7,9 %). Im Vergleich zur Vorperiode ist der Energieverbrauch um 3,0 % gestiegen, gegenüber 2016 / 2017 jedoch um 3,2 % gesunken. Grund dafür ist, dass wir 2017 / 2018 versuchsweise die Temperatur in den Fertigungshallen in Arbon gesenkt haben. Da die tieferen Temperaturen für die Mitarbeitenden jedoch sehr unangenehm waren und sie zudem dazu führten, dass die Klebstoffe schlechter hafteten, wurde die Heizanlage in dieser Berichtsperiode wieder hochgestellt.

Grafik: Energieverbrauch bei V-ZUG nach Energiequelle (in Terajoule)

CO2-Emissionen nehmen zu
Unsere Geschäftstätigkeit hatte 2017 / 2018 insgesamt 4 698 Tonnen energiebezogene CO2-Emissionen zur Folge. Sie setzen sich zusammen aus den Positionen Diesel (41,4 %), Erdgas (32,3 %), Heizöl (14,0 %), Benzin (0,05 %) und Strom (12,2 %). Am Standort Zug verursacht der Strom, den wir seit 2014 zu 100 % aus Schweizer Wasserkraft beziehen, keine Emissionen. Im Vergleich zur Vorperiode ist der CO2-Ausstoss damit um 2,4 % gestiegen. Diese Entwicklung ist u. a. auf den Heizölverbrauch in Arbon zurückzuführen.

Grafik: CO2-Emissionen, Standortbezogene direkte Emissionen (Scope 1; Diesel, Erdgas, Heizöl EL) und direkte Emissionen ausserhalb des Standorts (Scope 2: Strom) in Tonnen CO2

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