Planet: klimaneutral produzieren seit 2020

Seit 2020: Swiss Made Geräte CO2-neutral produziert

Unsere Geschäftstätigkeiten verursachen nach wie vor Treibhausgasemissionen. Dabei schlagen insbesondere der Energieverbrauch für die Produktionsprozesse, das Heizen sowie die Logistik zu Buche. V-ZUG ergreift deshalb Massnahmen, um Emissionen zu verhindern, zu reduzieren und zu kompensieren. Strom beziehen wir weitestgehend aus erneuerbaren Quellen. Wir investieren in energietechnisch intelligente und effiziente Anlagen, optimieren unsere Transportströme und stellen künftig fast gänzlich auf erneuerbare Energiequellen um.

Mit einer freiwilligen, internen CO2-Lenkungsabgabe unterstützen wir zudem nachhaltige Geschäftsentscheide. Diese haben wir 2018 in Zusammenarbeit mit der Metall Zug Gruppe eingeführt. Die Gesellschaften der Gruppe bezahlen CHF 120 pro ausgestossene Tonne CO2 in einen Fonds. Die Gelder finanzieren nachhaltige Projekte und Massnahmen von V-ZUG, wie beispielsweise den Ausbau der Abwärmenutzung, Investitionen in PV-Anlagen oder die mögliche zukünftige Umstellung auf Elektromobilität. 

Emissionsfrei arbeitet V-ZUG heute noch nicht. Doch wir reduzieren unsere Emissionen stetig und kompensieren die Verbleibenden. Für das Klima spielt es – im Gegensatz zur Luftverschmutzung – keine Rolle, wo Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen und wo sie reduziert werden. Wichtig ist, dass die weltweiten Emissionen in der Summe abnehmen. 

CO2-neutral mit unserem V-Forest

Um bereits heute klimaneutral zu sein, kompensieren wir seit 2020 unsere direkten Emissionen vollständig und unsere indirekten Emissionen teilweise in unserem eigenen Wald, dem «V-Forest».  Wir haben uns dafür entschieden, weil Aufforstung bis heute eine der effizientesten Methoden ist, um der Atmosphäre CO2 zu entziehen und auf lange Dauer zu binden. Um sicherzustellen, dass die Kompensationsbeiträge gut angelegt sind, haben wir uns für eine langfristige Zusammenarbeit mit der Ripa Gar Stiftung entschieden. 

Der V-Forest befindet sich im schottischen Glen Lochay, in der Grafschaft Perthshire. Die Ripa Gar Stiftung hat bereits 800'000 Bäume auf einer Fläche von ca. 700 Fussballfeldern unter Aufsicht des UK Woodland Carbon Codes (WCC) angepflanzt. Der WCC ist ein britischer Standard für Aufforstungsprojekte und bietet eine unabhängige Verifizierung und Validierung der Menge an CO2 die durch die nachhaltige Waldbewirtschaftung gebunden wird. Unsere Beiträge lassen den heimischen Mischwald (42% Birken, 21% Pinien, 16% Eichen sowie weitere lokale Pflanzen) weiter wachsen. Über die nächsten 100 Jahre wird die bereits aufgeforstete Waldfläche rund 210'000 Tonnen CO2 speichern. Neben der Speicherung von CO2 hat das Projekt weitere positive Nebeneffekte wie etwa gesteigerte Biodiversität, verbesserte Wasserqualität, Wiederherstellung der Moorlandschaft oder die Verminderung von Überschwemmungen. So können die einheimische Flora und Fauna gedeihen, und die Natur ihr Gleichgewicht finden.

Ein vergleichbares Projekt in dieser Dimension wäre in der Schweiz schwer möglich. Doch neben der benötigten Fläche sprechen weitere Gründe für Schottland: vorteilhafte klimatische Bedingungen (auch bei steigenden Temperaturen), gute Institutionen und das benötigte Know-how. Bis die CO2-Zertifikate vom V-Forest direkt für die Kompensation verwendet werden können, dauert es noch eine Weile. die Bäume müssen nämlich noch weiter wachsen, um CO2 in der entsprechenden Menge binden zu können. In dieser Übergangsphase unterstützt Ripa Gar ein zusätzliches Aufforstungsprojekt in Indien und legt darüber pro Tonne CO2 die gleiche Menge CO2 still. Das Projekt ist gemäss der UN Framework Convention on Climate Change zertifiziert und in der UN Carbon Offset Plattform gelistet. Die entsprechende CO2-Menge wurde bereits realisiert. Mit diesem Engagement kompensieren wir unsere Emissionen faktisch doppelt.

Welche Emissionen kompensieren wir?

In den Kompensationsumfang fallen direkte Emissionen wie der Treibstoffverbrauch unserer Fahrzeuge oder die Erdgas- und Erdölheizungen der Gebäude, in denen wir arbeiten. Dies entspricht dem sogenannten Scope 1 gemäss Greenhouse Gas Protocol. Ebenso gleichen wir indirekte Emissionen aus, welche bei der Produktion des Stroms entstehen, den wir beziehen (Scope 2), sowie diejenigen, welche wir über unsere Geschäftsflüge verursachen (Scope 3). Rückwirkend ist dies bereits teilweise seit 2018 in Zug und seit 2019 auch in Arbon der Fall. Die Baugruppenfertigung in Changzhou ist seit 2020 CO2-neutral. Somit wurden 2020 alle Swiss Made Geräte von V-ZUG erstmals CO2-neutral produziert. Eine detaillierte Aufstellung unserer CO2-Emissionen ist dem Nachhaltigkeitsbericht zu entnehmen.

Intern prüfen wir bereits, ob und wie wir künftig zusätzliche indirekte Emissionen (Scope 3) verhindern, reduzieren oder kompensieren können, z. B. die Emissionen in der Nutzungsphase unserer Geräte, indem sich Kundinnen und Kunden von V-ZUG ebenfalls am Projekt V-Forest beteiligen und so einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten können.