The Kitchen Paper | V-ZUG Schweiz

The Kitchen Paper

Minimalistische Küche mit Holzstuhl, Holztisch und lichtdurchlässigen Vorhängen

Aidan Anderson, Chefredakteur bei der Architektur- und Designzeitschrift The Local Project und einer der erfahrensten Premium-Lifestyle-Redakteure Australiens, gibt Einblicke in die Trends, die unsere Küchen heute prägen – und wie diese Entscheidungen breitere gesellschaftliche Veränderungen reflektieren.

Eine minimalistische Küche, Teil des Wohnraums

Küchen sind keine von den Wohn- und Essbereichen abgetrennten Räume mehr. Mit ihrer Integration in den Wohnraum wünschen sich die Menschen auch zunehmend, dass sie Möbeln ähneln – selbstverständlich funktional, aber auch ästhetisch ansprechend. Daraus ist der minimalistische Ansatz entstanden, mit klaren Linien und glatten Oberflächen, damit die Küche, wenn sie gerade nicht genutzt wird, als elegantes, edles Möbelstück erscheint.Dieser Trend entwickelt sich bereits seit geraumer Zeit und spiegelt einen deutlichen Wandel im Lifestyle wider. Die Küche war einst ein abgeschlossener Raum und das Kochen darin war einfach nur tägliche Hausarbeit. In den letzten Jahrzehnten hat sie sich aber hin zu einem Ort für alle gewandelt, zum Herzen des Zuhauses – ein Raum, in dem der gemeinsame Genuss des Kochens mit Familie und Gästen geteilt wird.

Technologie in der Küche, kraftvoll und doch verborgen

Technik rückt in der Küche in den Mittelpunkt. Die Tage der einfachen Backöfen, die man nur einschaltet und auf eine Temperatur stellt, sind gezählt – heutige Modelle integrieren verschiedene Kochtechnologien, verfügen über spezialisierte Funktionen, schaffen unterschiedliche Hitzezonen und reinigen sich sogar selbst. Da die Menschen beim Kochen mehr und mehr Selbstvertrauen gewinnen, suchen sie Geräte, auf die sie sich wirklich verlassen können.Dieser Wandel ist auch Teil eines grösseren Trends: Technik ist überall, dennoch verstecken wir sie gerne im Hintergrund – sowohl beim Smartphone als auch beim Auto oder in der Küche. Induktionskochfelder sind beliebt, weil sie den Kochbereich weniger sichtbar machen und ihn in eine glatte schwarze Oberfläche verwandeln, die bei Nichtgebrauch praktisch verschwindet. Das Gleiche gilt auch für Kleingeräte: Die Menschen wollen keine Wasserkocher, Kaffeemaschinen und Toaster mehr, die ihnen die Arbeitsflächen vollstellen, sondern bevorzugen es, wenn diese Geräte nahtlos in die Küchenmöbel integriert sind.

Sorgfältig ausgewählte Materialien, durchdachte Entscheidungen

Die Wahl der Materialien und ressourceneffizienter Geräte ist zu einem zentralen Aspekt in der Küchengestaltung geworden. Mehr denn je achten die Menschen auf die in ihren Küchen verwendeten Materialien und wählen Optionen wie Naturstein, Edelstahl und Holz. Dieser durchdachte Ansatz erstreckt sich auch auf Haushaltsgeräte, wobei verstärkt darauf geachtet wird, wie Ressourcen genutzt werden. In Australien wird das Induktionskochen immer beliebter und bietet schnelles, präzises Kochen sowie eine intuitive Bedienung. Auch die Beleuchtung wird inzwischen sorgfältiger angegangen. Es geht nicht mehr nur um die Deckenbeleuchtung. Der Fokus auf die Arbeitsbeleuchtung nimmt zu, um bestimmte Arbeitsbereiche gezielt dort auszuleuchten, wo sie benötigt wird.

Modernes Gebäude mit minimalistischer Architektur und Beton-Metall-Fassade

The Local Project ist eine Redaktionsplattform, die aussergewöhnliches Design feiert und Inspiration für eine leidenschaftliche Community bietet. 2016 von Aidan Anderson als Instagram-Account gegründet, hat es sich zu einem Printmagazin, einer digitalen Publikation und einem YouTube-Kanal entwickelt und ist damit zur am schnellsten wachsenden Designpublikation in Australien, Neuseeland und der Asien-Pazifik-Region geworden. Im April 2023 weitete The Local Project seine Präsenz nach Nordamerika aus und eröffnete damit ein neues spannendes Kapitel seiner Erkundung von lokalem Charakter und Design.

Fotografieprojekte: The Local Project - Coastal Compound Carr Web; Shannon McGrath; Gamma Gamma House Lawless&Meyerson

Person mit Glasobjekt vor hellem Vorhang

Zeitloses schaffen: Martin von Freeden über das Design von V-ZUG

Wenn V-ZUG aussieht wie V-ZUG, ist das zu einem grossen Teil Martin von Freeden zu verdanken – dem Designer hinter dem markanten Look & Feel vieler Produkte, allen voran der ikonischen Excellence Line. In Argentinien geboren und jetzt in Zug wohnhaft, führt er ein Team von Industrie-Designer:innen und UX-Spezialist:innen an und hat eine klare Vorstellung davon, was Design für das Unternehmen bedeutet. Dabei zögert er nicht, Schönheit als Funktion zu definieren.

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