Wo befindet sich das Haus und was sind seine charakteristischen Merkmale?
Unser Haus liegt in Humlebæk, einem Ort in der Nähe von Kopenhagen, der für das Louisiana Museum of Modern Art bekannt ist. Bevor wir hierhergezogen sind, haben wir in Kopenhagen gelebt, und es fiel uns schwer, die Stadt zu verlassen, weil wir ihre Vielfalt und Lebensqualität sehr schätzen. Das Schöne an Humlebæk ist, dass man dort, auch wegen des Museums, auf eine sehr vielfältige Mischung von Menschen aus aller Welt trifft. Und es gibt auch gute Bäckereien und Cafés. Es ist dezent, aber mit einer kreativen Note. Das Haus hat Zugang zu einem privaten Landstück am Meer, das wir uns mit unseren Nachbar:innen teilen, daher war die Lage wirklich attraktiv. Jedenfalls war es nicht einfach, zu diesem Haus Ja zu sagen. Es war 2016 renoviert worden, also noch gar nicht so lange her, aber es gab so viele Entscheidungen, die für uns nicht stimmten. Ausserdem stellte der Grundriss einige Herausforderungen dar, insbesondere im Wohnbereich.
Wie sind Sie an den Raum herangegangen, und wie kam es dazu, dass die Küche eine so zentrale Rolle im Projekt spielte?
Die Schwierigkeit war, dass die Küche, obwohl das Haus eine anständige Grösse hatte, wirklich klein war. Für unsere Familie spielt die Küche eine wichtige Rolle, weil wir dort die meiste Zeit verbringen. Wenn Freund:innen zu Besuch kommen, hat das meist auch mit einer Mahlzeit zu tun. In der Mitte des Raums befand sich ein Kamin, etwas, das man normalerweise im Wohnzimmer erwarten würde. Und da war auch noch dieser seltsame Winkel, mit einer Tür und einigen Stufen, die in einen Hinterraum führten. Die grosse Veränderung bestand darin, eine Wand zu entfernen und die Küche um das herum zu gestalten, was erhalten blieb, weshalb sich die Regale um diesen Winkel ziehen. Dadurch konnten wir eine L-förmige Küche mit Regalen auf der einen Seite und zusätzlichem Stauraum auf der Eingangsseite realisieren, wodurch die Küche bereits viel grösser wirkte. Ausserdem haben wir jetzt einen offenen Grundriss, bei dem sich Küche und Essbereich im selben Raum befinden.
Sie haben die Küche gemeinsam mit Garde Hvalsøe entwickelt: Warum haben Sie sich für sie als Partner entschieden?
Weil ich weiss, wofür sie stehen und wie sie arbeiten. Sie produzieren hier in Dänemark und arbeiten mit Holz aus lokaler und europäischer Herkunft. Ich kenne sie auch persönlich, daher bestand bereits eine Beziehung und ein Verständnis für ihre Herangehensweise.
Wurde die Küche aus einem von Garde Hvalsøes bestehenden Entwürfen entwickelt oder eigens für dieses Haus konzipiert? Wie hat sich das Design durch Ihre Zusammenarbeit entwickelt?
Bei Garde Hvalsøe ist ein Design eigentlich nie wirklich fertig. Sie haben bestimmte Linien, aus denen ich natürlich gewählt habe, aber dann haben wir sie an das Haus angepasst. Eine der grössten Fragen betraf die Oberschränke. Wir fragten die Designer:innen, ob sie für eine Änderung des Designs offen wären, und was wir entwickelten, wurde schliesslich zu einem der Hauptmerkmale der Küche. Wir haben auch viel Zeit in das Eckelement investiert. Ursprünglich war vorgesehen, den Hochschrank als normalen Schrank zu gestalten. Aufgrund seiner Höhe und der Platzierung in der Ecke wurde mir jedoch klar, dass ich den Inhalt zu mir herausziehen können musste. Deshalb erarbeiteten wir gemeinsam eine massgeschneiderte Lösung. Ausserdem wollte ich die Arbeitsplatte etwas tiefer machen, um nach hinten hin mehr Platz zu gewinnen. Das sind Details, die einem vielleicht nicht sofort auffallen, in die wir aber viel Zeit investiert haben, um sie genau richtig umzusetzen. In dieser Küche gibt es viele Details, an denen wir sehr sorgfältig gearbeitet haben.
Was hat Sie dazu bewogen, sich für Geräte von V-ZUG zu entscheiden, und wonach suchten Sie sowohl funktional als auch ästhetisch?
Ich hatte V-ZUG zuvor noch nie in einem Projekt eingesetzt, habe mich aber näher mit der Marke auseinandergesetzt und dabei erkannt, wie hoch die Qualität der Produkte ist. Ich habe mich schliesslich für ein schwarzes Kochfeld entschieden, weil mir gefällt, wie es im Stein verschwindet. Mir gefällt diese Nahtlosigkeit sehr. Ich bin auch sehr zufrieden mit dem Geschirrspüler, besonders damit, dass man den unteren Korb höherstellen kann. Wenn ich Gäste habe und wir gemeinsam die Küche aufräumen, sind sie immer wieder erstaunt darüber. Auch der Backofen ist sehr einfach zu bedienen. Ich öffne einfach die Klappe, nehme den Wasserbehälter heraus, fülle ihn und setze ihn wieder ein. Und Sie können das Mittelstück herausnehmen und es einfach in den Geschirrspüler stellen. Das sind die Dinge, die den Alltag erleichtern.
Gibt es bestimmte Funktionen oder Kochrituale im Zusammenhang mit den Geräten, die Teil Ihres Alltags im Haus geworden sind?
Wir hören beim Kochen gerne Musik. Und meine Söhne im Teenageralter singen immer vor der verspiegelten Oberfläche des Backofens, weil sie tatsächlich wie ein Spiegel ist. Das macht Spass!
Aus Ihrer Erfahrung als Designer: Was sind die wichtigsten Dinge, die bei der Planung einer neuen Küche zu beachten sind?
Zunächst einmal kommt es darauf an, welche Art von Küche Sie planen: ob es ein Raum ist, in dem Sie viel Zeit verbringen, ob Sie gern Gäste empfangen und wie sich die Küche zum Rest des Zuhauses verhalten soll. Sie könnten sich zum Beispiel dafür entscheiden, die Küche vom Esszimmer zu trennen, oder ein offenes Raumkonzept wählen. Dann geht es darum, die richtige Balance zwischen etwas Praktischem und etwas Schönem zu finden.















